Artikel zum 125-jährigen Jubiläums der Gelsenwasser AG – GE:spräch Februar 2012

125 Jahre Gelsenwasser AG – „Blauer Fluss in grüner Landschaft“

Gegründet wurde das Unterneh­men am 28. Januar 1887 in Castrop als privatwirtschaftliche Aktienge­sellschaft mit dem Namen „Wasser­werk für das nördliche westfälische Kohlenrevier“. Zu den Gründern ge­hörten der Essener Bankier Moritz Beer und der Industriepionier Fried­rich Grillo. Vorrangiger Unterneh­menszweck war es zunächst, die auf­strebende Montanindustrie im Ruhr­revier mit Wasser zu versorgen. Aber auch die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung gewann schnell an Be­deutung. Wobei sich die potenziellen Kunden, die Ruhrgebietsstädte, ge­genüber dem neuen Unternehmen durchaus unterschiedlich verhielten. Die Verhandlungen mit Essen und Gelsenkirchen verliefen zum Bei­spiel anfangs eher kompliziert, wäh­rend die Zusammenarbeit mit der Stadt Recklinghausen von Anfang an weitgehend unproblematisch funktionierte. In erhebliche Schwie­rigkeiten geriet das junge Unter­nehmen bereits kurz nach der Jahr­hundertwende, als nachgewiesen werden konnte, dass eine Typhuse­pedemie im Raum Gelsenkirchen zu­mindest zum Teil auf verunreinigtes Wasser aus dem unternehmensei­genen Wasserwerk Steele zurückge­führt werden konnte. In einem Pro­zess wurde das Unternehmen zu Strafzahlungen an die geschädigten Gemeinden verurteilt, und natürlich wurden jene Stimmen wieder lauter, die eine vollständige Kommunalisie­rung, das heißt Enteignung, privater Wasserwerke forderten…

Hier geht es zum PDF der GE:spräch-Ausgabe. Der Artikel beginnt auf Seite 6.

In dieser Ausgabe finden sich weitere von mir geschriebene Artikel, zum Beispiel über eine Ballettinszenierung am Musiktheater Gelsenkirchen, einen Autotest zum Opel Zafira und mehrere Essenstests anlässliche des Menükarussells 2012.