Doppelporträt des Gelsenkirchener Künstlerpaares Jürgen Buhre und Margarete Gockel – GE:kult Frühjahr 2012

Vom Strich zum Universum

Bevor Jürgen Buhre Künstler wurde, machte er eine Malerlehre. Nein, nicht an der Kunstakademie, sondern in einem handwerklichen Malerbetrieb. Seine Eltern wollten gerne, dass er den Betrieb seines Onkels im Harz übernimmt. Zunächst lebte er sein kreatives Talent aus, indem er Werbebilder auf Hauswände malte, bevor er damit begann, sich künstlerisch zu betätigen. Und dann hatte er das Glück, einen international tätigen Galeristen und Kunstsammler kennen zu lernen, der ihm ermöglichte, seinen Lebensunterhalt im unmittelbaren Umfeld der Kunst zu verdienen. Als Galerieassistent lernte er eine Vielzahl von renommierten Künstlern und ebenso viele Kunstexperten und Kunstsammler kennen, kam in der Welt herum und hatte nebenbei noch Zeit, seine eigene Kunst weiter zu betreiben…

Cool, modisch, sexy

Wie bei vielen Künstlern liegt das Kreative auch bei Margarete Gockel in der Familie. Als Kinder trugen sie und ihre beiden Schwestern sehr begeistert originelle Kinderkleidung, die ihre Mutter selber genäht hatte. So war es naheliegend, dass sie zunächst in Dortmund Kunst und Textilgestaltung studierte und später als Kostümdesignerin für Werbeagenturen arbeitete. „Das Entwickeln und Nähen von Kostümen hat mir immer großen Spaß gemacht. So habe ich z.B mal das Kostüm für den Sarotti-Mohr gefertigt und habe dann auch an dem Fotoshooting teilgenommen“, erklärt Gockel. Doch noch lieber als das Nähen mochte sie das Zeichnen, und nach der bestandenen Aufnahmeprüfung an der Folkwang-Schule in Essen für das Studium Kommunikationsdesign fühlte sie sich endlich angekommen. Auch im neuen Studium blieb sie der Mode treu, beschäftigte sich aber nun mit Modeillustrationen. Ihr Examen machte sie im Jahr 1987 mit einer extravaganten Mantelkollektion und Modeillustrationen bei Professor Sabine Tschierschky…

Hier geht es zum PDF der GE:kult-Ausgabe. Der Artikel beginnt auf Seite 32.

In dieser Ausgabe finden sich weitere von mir geschriebene Artikel, zum Beispiel ein Interview mit der Opernsängerin Alfia Kamalova und ein Bericht über die Aktivitäten der Gelsenkirchener Bleckkirche.